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„Am liebsten wäre es uns, kein Kirchenasyl gewähren zu müssen.“

Unter dieser Überschrift verabschiedete die bundesweite Kirchenasylkonferenz in Frankfurt, an der für die Stephanusgemeinde KV-Vorsitzende Heike Scherneck teilnahm, am 01.07.2017 folgende Erklärung:

Die Zahl der Menschen aber, die Schutz in kirchlichen Räumen suchen, steigt. Gründe dafür sind eine immer rigider und restriktiver werdende Asylpolitik, die hohe Zahl der Asylanträge, eklatante Mängel in der europäischen Flüchtlingspolitik, skandalöse Aufnahmebedingungen in den Dublin-Ländern, insbesondere in Bulgarien, Ungarn und Italien, und vielfach fehlerhaft durchgeführte Asylverfahren. Angesichts dieser Situation ist die aktuelle Zahl der uns bekannten Kirchenasyle in Deutschland gemessen an den existierenden Notlagen mit 309 sehr niedrig. Längst nicht alle Anfragen münden in ein Kirchenasyl. Die vermehrten Bitten um Kirchenasyl machen vor allem Probleme deutlich und funktionieren als Seismograph. Das Kirchenasyl kann aber nicht die Lösung für strukturelle Probleme in der Flüchtlingspolitik sein. Grundsätzlich gewähren wir Kirchenasyl nur, wenn wir im Einzelfall davon ausgehen müssen, dass Menschen Gefahr für Leib und Leben oder eine schwerwiegende Beeinträchtigung der Grund- und Menschenrechte droht.
Zur Vermeidung solcher Gefahren fordern wir:

·     Etliche Kirchenasyle werden Menschen aus Afghanistan gewährt. Wir fordern unverändert die vollständige Aussetzung von Abschiebungen nach Afghanistan und erwarten, dass die angekündigte neue Beurteilung der dortigen Sicherheitslage durch das Auswärtige Amt der Realität angepasst wird. Wir sehen zusätzlich die dringende Notwendigkeit, die Praxis der Kettenabschiebungen, zum Beispiel über Norwegen nach Afghanistan, in den Blick zu nehmen. Statt des reinen Verweises auf Zuständigkeiten muss die deutsche Politik hier ihre Verantwortung wahrnehmen.
·     Kirchenasyle wollen nach Abschiebungen auch innerhalb der EU drohende erniedrigende und menschenrechtswidrige Behandlungen verhindern. Es gäbe deutlich weniger Kirchenasyle, wenn Rückführungen nicht mehr in solche europäischen Mitglied-staaten erfolgen würden, in denen Grund- und Menschenrechte von Schutzsuchen-den häufig, zum Teil systematisch, verletzt werden. Dies betrifft zum Beispiel Bulgarien mit gewaltsamen Übergriffen in Lagern und Gefängnissen, Ungarn, das generelle Inhaftierung von Flüchtlingen vorsieht, oder Italien, wo aus Deutschland zurückgeschickte Menschen meist auf der Straße ohne Versorgung leben müssen. Abschiebungen nach Griechenland, die bis März 2017 wegen systemischer Mängel im Aufnahmesystem des Landes ausgesetzt waren, sollten weiterhin unterbleiben, solange sich die Lage für Flüchtlinge in Griechenland nicht substantiell verbessert.
·     Viele Kirchenasyle setzen sich für von Trennung bedrohte Familien ein. Wir fordern das BAMF auf, seine Ermessensspielräume zu nutzen, um familiäre Bindungen und humanitäre Aspekte zu berücksichtigen.
·     Versuche der Diskreditierung und Kriminalisierung durch Vorwürfe, das Kirchenasyl werde missbraucht, die Drohung mit Sanktionen, Einschüchterungen durch Strafverfahren gegen Betroffene und ihre Unterstützer*innen sowie Androhung und Durchführung von Kirchenasyl-Räumungen weisen wir zurück.

Es bleibt unser Hauptziel, im Dialog mit der Politik und den staatlichen Behörden die Ursachen von Kirchenasyl zu beseitigen. Wir erwarten von den politisch Verantwortlichen, uns durch die Rückkehr zu einer besonnenen, rechtsstaatlichen Ansprüchen genügenden und an den Menschenrechten orientierten Flüchtlingspolitik dabei zu unterstützen. 
Frankfurt am Main, 1.7.2017

Lebensstile und Träume

FrauenfrühstückKonni



Der Mütterkreis organisierte am 6. Mai 2017 das 3. Frauenfrühstück. Kornelia Marschner gestaltete den Vormittag mit Denkanstößen zu Träumen und Lebensstilen. Träume, egal in welchem Alter, gehören zum Leben, kleine Ziele und Wünsche, die sich vielleicht einmal erfüllen. Ob nun lange Gesundheit, kleine oder große Reisen oder, wie kürzlich zu lesen, eine 80jährige Frau, die noch studiert hatte und dies mit einem Doktortitel abschloss. Was man aus welchen Gründen auch immer früher nicht verwirklichen konnte, zu dieser Zeit ein Traum blieb, lässt sich zu einem späteren Zeitpunkt auch noch verwirklichen. Träume, die man im Schlaf erlebt, können Botschaften für das weitere Leben sein, Entscheidungen erleichtern oder auch vor einem Handeln warnen.
Den Lebensstil, auf welche Art und Weise auch immer, den bestimmt man selber, denn nicht jeder Hut passt zur eigenen Persönlichkeit. Es war ein gemütlicher Vormittag mit einem regen Austausch unter den Frauen.

Jährliches KV-Wochenende

KV 2016klein

Gut gelaunt, wenn auch ein wenig erschöpft nach einem arbeitsreichen Wochenende, präsentiert sich der Stephanus-Kirchenvorstand zum Abschiedsfoto.

„Abendmahl“ war das Thema unserer traditionellen alljährlichen Kirchenvorstandsklausur, und wir haben über die Bedeutung dieses alten Rituals nachgedacht und uns ausgetauscht. In unseren evangelischen Gottesdiensten steht das Wort im Mittelpunkt, aber als Christen wollen wir Gott auch sinnlich erfahren können. Im Abendmahl ist dies möglich – „schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist“ heißt es im Psalm 34. Im Teilen von Brot und Saft erfahren wir Vergebung, Trost und Stärkung, erleben Gemeinschaft und schöpfen neue Hoffnung. Das erste Abendmahl Christi mit seinen Jüngern war jedoch kein gottesdienstliches Ritual, sondern einfach eine gemeinsam eingenommene Mahlzeit. Deswegen wollen wir auch diesen Aspekt des Abendmahls, das gemeinsame Essen, in unserer Gemeinde weiter pflegen und leben – beim Oster- oder Frauenfrühstück, bei der Erntedanksuppe, dem Heringsessen des Seniorenkreises oder beim gemeinsamen Grillen im Sommer. Denn überall, wo zwei oder drei von uns in Christi Namen versammelt sind, können wir darauf vertrauen, dass er mitten unter uns ist.

Eingeladen zum Tisch des Herrn

Konfirmation

sind alle Menschen bei uns in Stephanus, unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Hautfarbe, Konfession und Religion, sexueller Orientierung und - unabhängig vom Lebensalter. Daher war dies nicht das erste Abendmahl für unseren Konfi-Jahrgang 2014/15, denn auch schon vor ihrer Konfirmation durften die Jugendlichen, wenn sie wollten, am Abendmahl teilnehmen. Schon vor mehreren Jahren hatte der Kirchenvorstand beschlossen, diesbezüglich von der Tradition abzuweichen. Wir wollen niemanden abweisen, der zu uns zum Tisch des Herrn tritt. Trotzdem war es für unsere Konfis etwas Besonderes, festlich gekleidet und vor den Augen von Familien und Freunden noch einmal gemeinsam der Einladung Jesu zu folgen, Brot und Wein miteinander zu teilen und damit seiner zu gedenken. Wir wünschen unseren Konfirmierten, dass sie "ihren" Festgottesdienst in guter Erinnerung behalten und dass Gottes Segen sie immer umfängt. 

Unerwartetes Interesse am Gemeindebrief

Katzeklein

Dass unser Gemeindebrief gerne gelesen wird, wissen wir von unterschiedlichen Rückmeldungen aus der Gemeinde. Zuletzt stieß er jedoch auf Interesse von etwas unerwarteter und auch ungewöhnlicher Seite!

Herzlich Willkommen

Herzlich Willkommen auf der neuen Homepage der Evangelischen Stephanusgemeinde!

Länger als ein Jahr haben viele Mitwirkende an diesem Projekt gearbeitet, aber jetzt ist es soweit: wir sind online und freuen uns sehr darüber. Schauen Sie sich um, lernen Sie unsere Gottesdienstformen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Gruppen und verschiedenen Projekte kennen. Neben einem Besuch in der virtuellen Welt des Internets sind Sie aber selbstverständlich auch jederzeit eingeladen, im „wirklichen Leben“ im Gleiberger Weg vorbei zu schauen. Es freut sich auf Sie

Ihre Evangelische Stephanusgemeinde.

Kirche Ev. Stephanusgemeinde